7 Booster für eine glückliche Beziehung

Lebst du in einer glücklichen Beziehung? Hast du eine oder mehrere gescheiterte Partnerschaften hinter dir?

In einer glücklichen Beziehung zu leben ist sicherlich eines der stärksten Grundbedürfnisse des Menschen und gleichzeitig eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Beziehung können uns stärken, aber auch tief treffen und schwächen. Was du tun kannst, um deine Beziehung in ein blühendes Feld des Miteinanders zu verwandeln, haben wir dir hier zusammengefasst.

 

1. Der andere ist nie das Problem

Gute Beziehungen zu führen in Zeiten von Harmonie ist einfach. Ob eine Beziehung stark ist, erkennst du in den Augenblicken, wenn es „eng“ wird.

Wie gehst du mit Situationen um, wenn es in Beziehung knirscht? Führst du eine Beziehung auf der Oberfläche und glaubst, die Situation oder der andere ist das Problem?

Du kennst es vielleicht: dein Partner/deine Partnerin verhält sich nicht so wie du es gerne hättest. Gefühle, wie z.B. Wut, Ohnmacht, Ängste aller Art kommen hoch und triggern dich. Du reagierst. Du machst den anderen für dies und das verantwortlich, möchtest, dass er/sie sich ändert, motzt, streitest, jammerst oder ziehst dich beleidigt zurück. Wenn ich in Beziehungen etwas gelernt habe, ist es eins: Der andere ist nie das Problem. Zu glauben, dass sich im Außen etwas verändern muss, damit du glücklich sein kannst, funktioniert nicht. Im Gegenteil. Es hält dich gefangen in deinen eigenen Geschichten, an deinen unbewussten Verletzungen, die den Weg zu einer erfüllenden Beziehung im Weg stehen. Du erlebst oft wiederholende Ereignisse mit dem gleichen Ergebnis. Der Weg raus ist der Weg rein. Möchtest du eine stärkende Beziehung hilft nur der Weg nach innen, zu dir, zu dem was in dir vorgeht. Denn das was dich von einer erblühenden Beziehung abhält, liegt in dir. Dann beginnst du zu verstehen, dich liebevoll anzuerkennen und innerlich zu heilen. Wenn du das verinnerlicht hast, bist du bereits 50% auf dem Weg zu deiner glücklichen Beziehung.

 

2. Deine Bereitschaft innerlich wachsen zu wollen

Und wie geht das konkret mit dem Weg nach innen?

Es braucht als erstes die Bereitschaft die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Die meisten Menschen scheitern genau an dieser Stelle. Zu einfach ist es in gewohnten Gewässern zu schwimmen und zu glauben, dass das Problem sich auflöst, wenn der andere sich ändert. Es braucht Mut, die alten Pfade zu verlassen, denn der Weg nach innen ist nicht immer angenehm. Er bringt uns mit tief vergrabenen Erfahrungen in Kontakt, den sogenannten Schatten, die dafür verantwortlich sind, nicht das glückliche Leben zu führen, welches wir uns wünschen. Sind wir bereit sie ans Licht zu holen, lösen sie sich auf und machen uns innerlich frei. Wenn du deine Beziehung zum Fliegen bringen möchtest, dann fange an den anderen als deinen Wachstumsbooster zu sehen.

Tipp: Bist du in einer unangenehmen Situation, sage dir innerlich das Mantra: „Der andere ist nicht das Problem“. Sage deinem Gegenüber „ich fühle mich gerade „…….“, aber ich weiß, du bist nicht das Problem“. Das hilft dem anderen zu entspannt zu bleiben, stärkt deine Beziehung und gibt dir die Möglichkeit herauszufinden, was eigentlich in dir los ist.

 

3. Der Umgang mit deinem Schatten

Als zweites braucht es deinen inneren Beobachter, der dem „Schauspiel“ beiwohnt, damit du mitbekommst was in dir vorgeht.

Unter normalen Bedingungen, wenn es dir gut geht, ist das recht leicht. Schwierig wird es, wenn dein Schmerzpunkt getroffen wird. Bist du getriggert, springt ohne dein Zutun dein Stammhirn an, in dem alle vermeintlich „gefährlichen Situationen“ gespeichert sind. Es ist für das Sichern deines Lebens zuständig und reagiert mit Angriff, Flucht oder Freeze. Das analytische Großhirn wird in solchen Situationen über chemische Botenstoffe lahmgelegt, so dass du auf deine erlernten Skills nicht mehr zugreifen kannst. Du verfällst in deine damals abgespeicherten Verhaltensweisen. Das erklärt auch, warum du in mancher Situation unangemessen überreagierst und streitest und Tage später gar nicht mehr weißt, um was es ging. Es liegt also nicht an dir, sondern an dem in dir eingebauten automatischen limbischen Überlebensprogramm, das aktiviert wurde. Wenn du „drin“ bist, ist nichts mehr zu machen. Dann kannst du nur noch auf das Verständnis deines Gegenübers hoffen und warten bis du wieder gegenwärtig (wach) wirst, bzw. du kannst, wenn dein Partner/deine Partnerin  „drin“ ist, mit Verständnis reagieren und es durch Gegenwehr nicht noch schlimmer machen.

Allerdings hast du durch deinen Beobachter die Möglichkeit, die Aktivierung dieses Programms, über die Zeit, zu verlangsamen und gar zu verhindern. Durch die Introspektion (innere Analyse) erkennst du die Auslöser deiner limbisch abgespeicherten Verletzungen. Haben die damit einhergehenden Gefühle Platz, gespürt zu werden, braucht dein Stammhirn nicht mehr dafür zu sorgen, die Gefühle zu unterdrücken und auf Gefahrenmodus zu gehen. Der Trigger löst sich auf.

Tipp: Beobachte während deines Tages deine Stimmungen. Bist du in einer Situation herausgefordert und starke Gefühle wie Wut, Trauer, Ärger, Unwohlsein steigen hoch, nehme sie wahr, ohne daran eine Geschichte zu hängen. Sage dir innerlich das Mantra: „WACH BLEIBEN, WACH BLEIBEN“.

Erinnere dich, dass der anderen nie da Problem ist. Das stärkt deinen Beobachter und deaktiviert in vielen Fällen dein unbewusstes Programm.

 

4. Die Macht der Ehrlichkeit

Ehrlichkeit ist der Booster schlechthin in Beziehungen. Es ist die Bodenplatte, auf der ihr euer Haus baut und gibt das Vertrauen, sich voll und ganz zeigen können. Es erfüllt uns das tiefe Bedürfnis bedingungslos geliebt zu werden. Mit der Ehrlichkeit gehen allerdings zwei Fallen einher.

Die Ehrlichkeit zu sich selbst:

Alles fängt bei dir an. Ehrlichkeit nach außen zu kommunizieren bedingt die absolute Ehrlichkeit zu dir selbst oder besser: „zu deinem Selbst“. Selbst ist die spirituelle Essenz in dir, der Kern deiner Persönlichkeit. Was will „dein Selbst“ und was will das Ego? Was dient dem Stolz oder den Bequemlichkeiten und was dem spirituellen Wachstum? Diese Frage beantworte dir. In der Meditation und Introspektion kannst du dich hineinfühlen in deine wahren Bedürfnisse. Nur wenn du diese kennst und dir eingestehst, kannst du sie auch ehrlich und glaubhaft nach außen tragen.

Die Ehrlichkeit zum anderen:

Ehrlichkeit ist nicht immer angenehm. Sie bringt den anderen möglicherweise mit Gefühlen und möglichen Schatten in Kontakt, die er/sie nicht fühlen möchte. Dieser reagiert mit Angriff, Flucht oder Rückzug. Das macht es schwer die Wahrheit zu sagen, weil er/sie den Konflikt scheut. Somit beginnt die Downfall-Spirale. Unausgesprochene Dinge sind nicht einfach weg, wenn man nicht darüber spricht, sondern wabern als Gedanken zwischen der Beziehung. Sie existieren im Quantenfeld als Information und dringen unbewusst zu deinem Partner. Auch wenn sie unausgesprochen bleiben, beeinflussen sie deine Beziehung. Sie schaffen eine gefühlte Distanz statt Nähe und verhindert, dass Beziehungen erblühen. Möchtest du Ehrlichkeit in deiner Beziehung, braucht es für beide einen sicheren Raum, einen festen Rahmen oder ein Ritual, in dem man frei sprechen kann.

Tipp: Vereinbart regelmäßige 15-minütige Redezeiten. Einer spricht, der andere hört nur zu und unterbricht den anderen nicht. Alles darf kommentarlos gesagt werden. Dann wird gewechselt. Hörst du deinem Partner/deiner Partnerin zu, versuche dich in ihm/ihr hineinzuversetzen und lasse deine Geschichte außen vor. Die Welt ist nicht objektiv, sie besteht aus subjektiven Welten, die in jedem einzelnen. Die Geschichte deines Gegenübers ist genauso real wie deine.

 

 5. Bedürfnisse & Werte

Es gibt so viele Formen von Beziehungen, wie es Menschen gibt. Deshalb ist es wichtig, die Bedürfnisse offen zu teilen und Wege zu finden, gemeinsam für die Erfüllung der Bedürfnisse zu sorgen. Die Erfahrung zeigt, dass langfristig Beziehung auseinander gehen, wenn Bedürfnisse nicht dauerhaft berücksichtigt werden. Bedürfnisse können auf unterschiedliche Weise erfüllt werden. Hier ist eure Kreativität gefragt. Erarbeitet unter Berücksichtigung der Bedürfnisse eure gemeinsame Werte. Sie dienen euch als Leitplanken und bringen Leichtigkeit in eure Beziehung.

Tipp: Nehmt euch Zeit für folgende Fragen: Wer hat welche Bedürfnisse? Welche Werte ergeben sich daraus? Wie wollen wir miteinander umgehen? Was ist jedem Einzelnen wichtig? Was sind NoGo´s? Was sind nice to have´s?

 

6. Gemeinsame Vision

Der Zusammenhalt und das Zusammengehörigkeitsgefühl werden gestärkt, wenn ihr eine gemeinsame Vision lebt. Gehe mit deinem Lebenspartner in den Austausch und erschaffe eine gemeinsame Zukunft. Gemeinsam in die Zukunft zu schauen verhindert, dass wir nur auf den anderen schauen und von ihm verlangen, dass er uns glücklich macht. Gibt es keine Vision, führt dies häufig dazu, dass wir anfangen nach Fehlern bei unserem Partner zu suchen. Finde heraus was dich und deinen Partner gleichermaßen glücklich machen kann, wenn ihr es gemeinsam erreicht.

Tipp: Malt eine gemeinsame Zukunft, haltet sie auf einem Vision Board fest und überprüft regelmäßig ob ihr noch auf dem Weg dorthin seid.

 

7. Wertschätzung

Glücklich sind wir dort, wo wir uns gewertschätzt fühlen; da wo wir sein können wie wir sind. Zeige deinem Partner/deiner Partnerin wie wichtig er/sie für dich ist und sage ihm regelmäßig, was du besonders an ihm/ihr magst.

Mache aus deinem „Miteinander“ ein echtes „Füreinander“. Zeige deine Dankbarkeit und überrasche deinem Partner mit kleinen Aufmerksamkeiten. Plane z.B. einen Ausflug, oder koche sein/ihr Lieblingsessen. Damit erschaffst du ein positives Energiefeld. Alles was du an positiver Stimulanz in die Beziehung gibst, stärkt das Fundament eurer Beziehung. Denke nicht darüber nach, was dein Partner/deine Partnerin für dich getan hat, sondern fokussiere dich auf schöne Dinge, die du deinem Partner/deiner Partnerin geben und sagen kannst.

Tipp: macht es euch zur Gewohnheit jeden Abend vor dem Einschlafen dem anderen zu sagen was euch besonders an ihm gefallen hat an diesem vergangenen Tag.

 

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Deine Caroline & dein Sven-Oliver