Warum echte Veränderung oft überwältigt – und weshalb dieses Gefühl besonders nach Retreats so häufig auftaucht

(und warum das kein Rückschritt ist, sondern ein Zeichen innerer Intelligenz)

Viele Menschen wünschen sich Veränderung:

mehr Ruhe, innere Freiheit, Leichtigkeit, Mut oder Klarheit.

Doch in dem Moment, in dem eine echte und spürbare Veränderung näher rückt, passiert

etwas scheinbar Widersprüchliches:

Der Körper macht dicht.

Manchmal mit Schmerzen.

Manchmal mit Erschöpfung.

Manchmal mit Überforderung oder Rückzug.

Es wirkt wie ein Zusammenbruch — oder wie ein Rückfall in alte Muster.

Doch in Wirklichkeit zeigt sich hier ein tiefes, menschliches Schutzprinzip.

Veränderung bedeutet nicht nur neues Verhalten, sondern auch eine neue Art, sich innerlich

sicher zu fühlen.

Und genau das ist für das Nervensystem eine Herausforderung.

1. Das Nervensystem verwechselt das Neue mit Gefahr

Der Körper liebt Wiederholung.

Nicht, weil es bequem ist, sondern weil es vorhersehbar ist.

Vorhersehbares ist biologisch sicher.

Unbekanntes ist potenziell gefährlich.

Das bedeutet:

Nähe zu Veränderung wird oft nicht als Befreiung erlebt, sondern als Verlust von Kontrolle.

Selbst wenn die Veränderung gut wäre, selbst wenn sie sich die Person wünscht —

für den Körper ist das Neue erst einmal: ungewohnt, und ungewohnt bedeutet: nicht sicher

genug.

2. Viele Menschen haben nur einen einzigen Weg

gelernt, sich sicher zu fühlen

Sicherheit entsteht nicht nur im Außen.

Sie entsteht vor allem im Inneren — durch das Nervensystem.

Viele Menschen haben früh gelernt:

  • Leistung beruhigt.
  • Kontrolle beruhigt.
  • Perfektion beruhigt.
  • Planung beruhigt.
  • Anpassung beruhigt.
  • Funktionieren beruhigt.

Diese Strategien sind keine Fehler.

Sie waren einmal die einzigen verfügbaren Wege,

um Sicherheit herzustellen.

Aber wenn Veränderung näherkommt, kollidiert das Neue mit diesen alten Strategien —

und dann reagiert der Körper:

mit Anspannung, Symptomen, Erschöpfung oder Abbruch.

Nicht, weil die Veränderung falsch ist.

Sondern weil der Körper keine alternative Form der Sicherheit kennt. Noch nicht.

3. Die Überwältigung ist keine Schwäche – sie ist ein

Schutzmechanismus

Der Körper wählt nicht „Rückfall“. Er wählt „Überleben“.

Wenn innere Veränderung zu schnell geht, wenn das Nervensystem zu wenig Halt spürt,

wenn der Mensch sich selbst unter Druck setzt — dann greift der Körper zu Strategien wie:

  • Schmerzen
  • extreme Müdigkeit
  • Überreizung
  • emotionaler Shutdown
  • alte Verhaltensmuster

Das sind nicht die Zeichen eines Scheiterns. Es sind Zeichen, dass das System Stopp sagt,

damit der Mensch nicht in Überforderung rutscht. Der Körper schützt, wo er noch nicht

vertrauen kann.

4. Veränderung braucht Sicherheit, nicht Willenskraft

Entwicklung geschieht nicht dadurch, dass der Mensch „härter durchzieht“. Veränderung

entsteht, wenn der Körper spürt:

„Ich bin sicher, auch wenn etwas neu ist.“

Diese Sicherheit kann entstehen durch:

  • Entschleunigung
  • kleine Schritte
  • Atem, der länger aus- als einströmt
  • klare Grenzen
  • Pausen
  • Mitgefühl statt Selbstdruck
  • echte, menschliche Verbindung
  • das Erleben von „Ich darf sein, ohne zu leisten“

Wenn diese Form von Sicherheit langsam im Körper ankommt, beginnt Veränderung

plötzlich fließend zu werden.

Nicht, weil die Person „stärker“ wird, sondern weil das Nervensystem sich öffnet.

5. Was hilft Menschen, die in Überwältigung kippen?

Es hilft NICHT:

  • sich zu zwingen
  • sich zu kritisieren
  • sich zu vergleichen
  • alte Muster zu bekämpfen
  • sich schneller verändern zu wollen

Es hilft:

  • Tempo rausnehmen
  • den Körper immer wieder spüren
  • Atmen ohne Erwartung
  • ein Mensch, der ruhig bleibt und keinen Druck ausübt
  • weiche, klare Worte
  • innere Erlaubnis statt Druck
  • kleine, unglaublich kleine Schritte

So entsteht ein neues Muster:

Sicherheit durch Sein – nicht durch Leistung.

Und erst dann kann Veränderung wirklich ankommen.

Über die Autorin: Regina Selvestrel

Regina Selvestrel begleitet seit vielen Jahren Frauen dabei,

wieder in sich selbst anzukommen — nicht über Leistung,

sondern über Präsenz, Klarheit und innere Sicherheit.

Ihre Arbeit ist frei von Druck, Tools und Selbstoptimierungs-Mantras.

Stattdessen schafft sie Räume, in denen Frauen langsam, ehrlich und im eigenen Tempo

spüren dürfen:

„Ich muss nichts beweisen, um genug zu sein.“

In ihrer Begleitung stehen Menschlichkeit, Ruhe, Nervensystem-Regulation und das Gefühl

von „Ich bin sicher“ im Mittelpunkt.

Sie unterstützt Frauen dabei, aus alten Mustern auszusteigen, die aus Anpassung,

funktionieren, Perfektion oder Kontrolle entstanden sind — und wieder zurückzufinden

zu ihrem eigenen, unverstellten Wesenskern.

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